KFV-MYK News

Frühjahrsdelegiertenversammlung am 20.03.2020 in Spay

10. März 2020

Aufgrund der aktuellen Lage in Bezug auf den Coronavirus wird die Frühjahrsdelegiertenversammlung auf einen späteren Zeitpunkt verlegt. Ein Ausweichtermin wird zeitnah bekannt gegeben.

Niederschrift der Jahreshauptversammlung der Sterbekasse 2018

23. November 2019

Die Niederschrift der Jahreshauptversammlung der Sterbekasse 2018 kann hier eingesehen werden.

Bekanntmachung zur Jahreshauptversammlung der Sterbekasse und des Kreisfeuerwehrverbandes Mayen-Koblenz

13. November 2019

Die Jahreshauptversammlung der Sterbekasse im Kreisfeuerwehrverband Mayen-Koblenz sowie die Jahreshauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Mayen-Koblenz findet am 24.11.2019, 09:30 Uhr, im Bürgerhaus in Mayen-Hausen statt. Es ist die folgende Tagesordnung vorgesehen: Jahreshauptversammlung...

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Feuerwehrmann zu werden, steht bei den Berufswünschen von Jugendlichen zwar immer noch an vorderer Stelle. Doch die freiwilligen Ortsfeuerwehren profitieren davon nicht. Tagsüber gibt es Einheiten, die kaum noch die erforderliche Mindestzahl an Rettern bei Einsätzen zusammenbekommen. Und in den kommenden Jahren werden starke Einbrüche durch den altersbedingten Ruhestand von Kameraden befürchtet.
Der Feuerwehrverband des Kreises Mayen-Koblenz hat daher das Thema Nachwuchs verstärkt in den Blick genommen und sich Unterstützung beim Landesverband geholt. Mehr als 20 Wehrleiter sowie Wehrführer haben im vergangenen Jahr als Erste im Land an einem speziellen, von Ehrenamtskoordinator Wolfgang Dörsch geleiteten Seminar teilgenommen (die RZ berichtete). Sie sollen nun im Kreis MYK als Multiplikatoren wirken. Es ging um die Möglichkeiten, neue Kameraden zu gewinnen und langjährige Mitglieder bei der Stange zu halten.
Im RZ-Gespräch ziehen Kreisfeuerwehrinspekteur Rainer Nell sowie Kreisverbandsvorsitzender Horst Helmes Bilanz. Beide sehen die Nachwuchsprobleme im Kreis und halten es für sehr wichtig, Multiplikatoren in den Feuerwehren zu haben, die speziell die Personalstärke beobachten und sich Gedanken machen, wie diese auf einem akzeptablen Niveau gehalten werden kann. Dabei sieht es im Kreis MYK im Vergleich zum Land noch relativ gut aus. Mehr als 2586 Feuerwehrleute gab es 2014, 2008 waren es 2529. Aber der demografische Wandel wird vor den Wehren nicht haltmachen, und die Zahl wird langfristig sinken.
„Die Jugendfeuerwehren sind ein wichtiges Thema. Aber wir müssen uns auch um andere Themen Gedanken machen.“ Nell spricht hier die Anhebung der Altersgrenze an. Bisher müssen Wehrleute mit 63 Jahren aus dem aktiven Dienst ausscheiden. In dieser Woche hat der Landtag einstimmig ein neues Brand- und Katastrophenschutzgesetz verabschiedet, das eine Abschaffung der starren Altersgrenze vorsieht.
Nell wünscht sich auch, dass die Feuerwehrleute mehr Werbung für ihre Tätigkeit machen und die wichtige Funktion ihrer Arbeit mehr herausstellen. Besonders sollten Frauen und Männer im Alter von 30 bis 45 Jahren angesprochen und für die ehrenamtliche Tätigkeit gewonnen werden. Auch bei den Arbeitgebern sollte man offensiv für sein Ehrenamt eintreten. „Schließlich können die Feuerwehrleute auch am Arbeitsplatz bei Unfällen helfen“, sagt Nell.
Horst Helmes ergänzt, auch Einwanderer sollten bei der Nachwuchswerbung berücksichtigt und angesprochen werden.
Als Beispiel hierfür nennt Nell die Wehren von Bendorf und Andernach, in denen schon Migranten integriert wurden, bevor die Flüchtlingswelle einsetzte.
Als weiteres positives Beispiel aktiver Nachwuchswerbung führt der Kreisfeuerwehrinspekteur die Wehren der Verbandsgemeinde Pellenz an, deren Mitglieder verstärkt den Schulunterricht besuchen, Schulklassen betreuen und Brandschutzübungen in den Kindergärten machen.
Horst Helmes sieht zudem in der persönlichen Ansprache von Bekannten und Freunden einen wichtigen Aspekt in der Personalwerbung. Sich darauf zu verlassen, dass allein ein Tag der offenen Tür ausreiche, sei falsch. Dadurch bekämen die Wehren keine neuen Mitglieder.
Beide Feuerwehrmänner kennen das Problem, dass tagsüber viele Wehrleute in ihren Heimatorten nicht greifbar sind, weil sie auswärts arbeiten. Könnte es daher von Vorteil sein, wenn die Rettungskräfte auch Mitglied in den Wehren an ihrem Arbeitsort würden? Auch dies sieht das neue Feuerwehrgesetz vor. Helmes gibt hier zu bedenken, das jede Feuerwehr spezielle Einsatzfelder hat. „Mayen hat eine große Papierindustrie, Mendig betreut einen langen Autobahnabschnitt, und die Wehren der Vordereifel sind für ein großes Waldgebiet zuständig“, erklärt er. Da sei Spezialwissen gefragt.
Neben der Nachwuchswerbung müsse jedoch auch darauf geachtet werden, wie die Kameraden stärker an die Feuerwehren gebunden werden können. So sollten Feuerwehrleute, die keine leitende Funktion haben, gezielt angesprochen werden, ob sie nicht mehr Verantwortung übernehmen wollen. Nell sagt: „Diese könnten doch beispielsweise mal das Szenario einer Übung ausarbeiten.“
Beide Experten halten es für notwendig, dass weitere Feuerwehrvertreter ein Seminar zur Personalgewinnung besuchen. Ehrenamtskoordinator Wolfgang Dörsch zeigt dabei Wege auf, die eigene Personalstruktur zu analysieren, und schlägt vor, welche Zielgruppen zur Nachwuchsgewinnung angesprochen werden können. Dabei nennt Dörsch auch drastische Aktionen. So hat zum Beispiel die Feuerwehr in Birkenfeld den Einwohnern rote Eimer vor die Tür gestellt und gewarnt, dass sie bald selbst Brände löschen müssten, wenn die Wehr keinen Nachwuchs bekäme: „Es geht darum, in persönlichen Gesprächen oder mit Aktionen auf sich aufmerksam zu machen und die Menschen zu sensibilisieren“, erklärt Dörsch. Er sieht auch die Kommunen im Zugzwang: Wenn eine Verbandsgemeinde eine Berufsfeuerwehr aufstellen müsste, würden allein Personalkosten von etwa 1,5 Millionen Euro im Jahr anfallen.
(Queklle: RZ Andernach & Mayen vom Freitag, 26. Februar 2016, Seite 17)

 

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Komm, mach mit!

Der Landesfeuerwehrverband (LFV) Rheinland-Pfalz schlägt Alarm: „In vielen Bereichen gibt es zwar zurzeit noch keine Sorgen, aber die ersten Ortsfeuerwehren in unserem Bundesland sind in den letzten Monaten bereits geschlossen worden, weil keine Ehrenamtlichen mehr zum Dienst in der Feuerwehr zur Verfügung standen“Einen ersten Schritt geht nun der Landesfeuerwehrverband selbst mit einer Werbekampagne, die er ab sofort für alle Feuerwehren zur Nutzung anbietet: Wir bieten provozierende Plakatmotive, Aufkleber und viele andere Werbemittel zur Verwendung an. Überschrift der Gesamtkampagne: „Deine Heimat. Deine Feuerwehr! Komm, mach mit!“ Mit diesem Motto möchte der Verband alle Bevölkerungsgruppen ansprechen: Komm, mach mit!

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